Die Farben der Fastenzeit

Fast immer trägt die Liturgie der 40 Tage Violett – mit wenigen Ausnahmen. Aber es scheint ein anderer Ton in dieser Farbe zu schimmern als in der stimmungsvollen Adventzeit, die auf die Ankunft eines Gottes wartet, um als Mensch die Geschichte seiner Schöpfung zu revolutionieren. Es ist ein radikales Umdenken, das uns entgegenschlagen will.  Angekündigt schon am Ende der Weihnachtszeit, von Johannes, der mit seiner rigorosen Taufe knallharte Umkehr einfordert. Genau da knüpft das Aschenkreuz an. Den nicht zu umgehenden Tod vor Augen legt es sich wie ein Finger auf die Wunden jedes Einzelnen und weist gleichzeitig auf den NEUEN WEG des Jesus aus Nazareth.

Voller Gegensätze präsentiert er sich, dieser friedlich scheinende Weg, …. unbrauchbar im Alltag, geradezu paradox in seinem Ansinnen: 6 Wochen Überzeugungsarbeit uns selbst gegenüber liegen da vor uns. Wie ist das Fasten, das du liebst, Herr? Was willst du gerade von mir …?? Was kann mich ändern // was soll ich tun …??

Und nach 4 Wochen, plötzlich: FREUT EUCH! Laetare kleidet sich Rosa; ein heller Sonntag vor der violett verhüllten Passionszeit, die dann im Rot des Palmsonntags voll eintaucht in die krassen Gegensätze unseres Glaubens. !HOSIANNA! – …… und beinahe im gleichen Atemzug …….. ANS KREUZ MIT IHM: So Vieles falsch verstanden; große Hoffnungen,  die – enttäuscht – Blut sehen wollen. >>>Karfreitag! Ist das der Weg, den wir mitgehen sollen? Welche Farbe hat dieser Tod? Hoffnungsloses SCHWARZ? Oder doch das helle Licht der Auferstehung am Ostersonntag? (aus dem Pfarrbrief für den Pfarrverband Nr. 3, März 2017 – Mai 2017, Pfarre Raggendorf)

Das Pfarrbriefteam Raggendorf wünscht für sich und ALLEN für diese Fastenzeit einen neuen Zugang zu unserem Glauben UND ein Osterfest der gläubigen Erneuerung, in der die Feier der Auferstehung zum dauerhaften Mittelpunkt unseres Lebens wird.

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