Firmung

Überlegungen zur Firmvorbereitung

Der Begriff Firmung kommt vom lat. firmare (=bestärken). Mit dem Sakrament der Firmung bekräftigt man den persönlichen christlichen Glauben. In einer Zeit, wo kaum religiöse Tradition an Kinder und Jugendliche weitergegeben wird, ein nicht leichtes Vorhaben. Die Gaben (=Aufgaben) des Heiligen (=gesunden) Geistes bieten aber gute Möglichkeiten der Heranführung an das Thema (heilig = voll mit Heil). Der gesunde Geist als Dauerauftrag fürs ganze Leben. Der Heilige Geist kommt durch die Weisheit zum Tragen. Weisheit heisst aus Erfahrungen lernen. Die Aufgabe der Einsicht lässt es zu, uns so zu sehen wie wir sind. Ein einsichtiger Mensch kann sich entwickeln, der Uneinsichtige hat keine Chance. Die Aufgaben der Erkenntnis und Wissenschaft erregen die Neugierde nach Wissen und Freude nach Neuem. Die Aufgabe der Stärke (=Zivilcourage) vertreibt die Feigheit und lässt es zu, Sprachrohr für die Schwachen zu werden und anderen in der Not beizustehen. Die Gabe des Rates stärkt die Gesprächsbereitschaft. Das hier aufgezählte mündet in die Aufgabe des Respekts vor Gott, der ja das Leben und die Liebe ist. Mit der Firmung schließen wir einen Dauerauftrag ab, der uns zum Partner des Heiligen Geistes werden lässt. Das wünschen wir unseren Firmlingen.                                                                                                                                                                                                                                             GR Mag. Christian Springer, Diakon